Südamerikareise 2010
» Ecuador November 2010
» Chile Oktober 2010
» Argentinien September/Oktober 2010
» Chile/Bolivien September 2010
» Bolivien August/September 2010
» Peru Juli/August 2010
» Ecuador Juli 2010
» Peru Juni/Juli 2010
» Bolivien Juni 2010
» Bolivien Mai/Juni 2010
» Peru April/Mai 2010
» Ecuador April 2010
» Kolumbien März 2010
» Kolumbien Februar 2010
» Die Reiseroute
- - - - - - - - - - - - - - - - - - -
» Meine bestiegenen Sechstausender
Ecuador | April 2010 written 01.05.2010
Am 1.April reiste ich mit Yannik bei Rumichaca von Kolumbien nach Ecuador ein. Während die Passkontrolle relativ schnell vorbei war, dauerte die Abfertigung meines KIA ca. 3 Stunden. Ausreise aus Kolumbien 2 Minuten, Stempel auf das Zollpapier, Erstschrift abgenommen, Zweitschrift für mich - fertig. Einreise Ecuador - erst alle Papiere kopieren (Pass, Passseite mit Einreisestempel, Fahrzeugbrief, Führerschein) dann zum Zöllner ins Büro der unsere Papiere entgegennahm und alles nochmals prüfte. Er setzte sich an den Computer und wartete bis er Verbindung mit der Zentrale in Quito hatte (ca. 15 Min.) Dann rief er die Seite auf um dort die Daten des KIA einzugeben und wieder in die Zentrale zu senden (ca. 1 Stunde). Nochmals eine Stunde warten bis von der Zentrale das Dokument zurückkam um es endlich 2fach auszudrucken. Abschließend nochmals eine Prüfung am KIA ob die Nummern des Fahrgestells stimmen. Wieder zurück ins Büro, mit Kollegen 15 Minuten ratschen, dann endlich der Stempel auf das Papier - fertig nach 3 Stunden, das braucht Nerven!!!!
Gleich nach der Grenze die positive Überraschung der Dieselpreise in Ecuador. Unglaubliche 20 Eurocent kostet hier der Liter. Die PANAM präsentiert sich als hervorragende Schnellstraße, zwar mit vielen Kurven aber sehr breit. Wir kamen rasch nach Ibarra (hier besorgte ich mir eine neue Telefonwertkarte für Ecuador) und fuhren dann direkt nach Otavallo. Die Stadt liegt auf 2.530 m und ist bekannt für handwerkliche Arbeit mit Textilien und sonstigen interessanten Erzeugnissen (Artesanias la mano). Einige Kilometer außerhalb der Stadt ist der Laguna San Pablo. In der Hotelanlage Cabanas del Lago gibt es auch einen Campingplatz mit herrlichem Rasen. Wir blieben hier 3 Nächte. Da gerade Semana Santa (Feiertage über Ostern) war gab es auch genügend andere Urlauber in der Hotelanlage und so gab es auch ein reichliches Frühstücksbüfett.
Otavallo: Artesanias la mano

Natürlich nützen wir das aus, eh klar bei einem Preis von 9 USD. Am nächsten Tag bestiegen wir den Vulkan Fuya Fuya (4.263 m) - einem herrlichen Aussichtsberg über Otavallo, und am Nachmittag saßen wir am Kratersee Laguna Grande de Mojanda (3.720 m) bei Kaffe und Brotzeit. Tags darauf unternahmen wir eine Wanderung um die Laguna Cuicocha die etwa 20 km außerhalb von Otavallo liegt und am Abend verspeisten wir zur Feier des Tages eine gewaltige Pizza. Ausgerechnet in dieser Pizzeria saß eine Frau mit ihrer etwa 20jährigen bildhübschen Tochter und Yannick konnte es natürlich nicht lassen sie anzusprechen. Jetzt hatte er noch das Glück, dass die Tochter Französisch studierte und so wurde für Quito ein Treffen mit der Tochter ausgemacht, damit sie uns die Stadt zeigt. So fuhren wir nächsten Tag nach Quito und überquerten dabei den Äquator wo natürlich das übliche Foto gemacht wurde.
Im Internet hatten wir uns bereits über ein geeignetes Quartier in Quito informiert und so führte uns der Weg direkt ins Hostal Zentrum www.hostalzentrum.com wo es auch einen Stellplatz für meinen KIA gab. Bei Gerd den Besitzer des Hostal (er stammt aus Hamburg) waren wir bestens aufgehoben. Obwohl er schon an die 80 Jahre geht ist er fit und fidel wie ein junger und außerdem weiß er Bescheid, was für Quito interessant ist. Da ich schon seit meinen Start in Cartagena/Kolumbien Probleme mit meinen Scheibenbremsen hatte ließ ich diese in Quito nun erneuern und zusätzlich den Service an meinen KIA machen. Die stark angerosteten Scheibenbremsen kamen deshalb zustande weil bei der Fahrt von Unken nach Bremerhaven die Autobahn sehr stark gesalzen war. Beim anschließenden Transport per Schiff kam dann noch die salzige heiße Meeresluft der Karibik dazu. Den Oberflächenrost am Fahrzeug konnte ich noch wegpolieren, doch der Rost an den Bremsen führte zu immer stärker werdenden Vibrationen am Lenkrad.
Nachdem wir mit unserer Fremdenführerin aus Quito die wichtigsten Sehenswürdigkeiten besucht haben konnte ich auch an die Weiterreise denken zumal mein KIA wieder in besten Zustand war. So verabschiedete ich mich von Yannick und fuhr Richtung Küste in Ecuador. Das Wetter war inzwischen sehr regnerisch und auch ziemlich frisch in Quito – die Regenzeit hatte voll eingesetzt. Da der Diesel in Ecuador unglaublich billig ist nahm ich einen Umweg über die Küste gerne in kauf. So fuhr ich an einen Tag von Quito über Santo Domingo de los Colorados, Quivedo, Babahoya, Guayaquil bis Salinas an der Pazifikküste.
Dort verbrachte Ich einen Tag am Strand ehe ich am folgenden Tag wieder zurück über Guayaquil auf der PANAM südwärts bis zur Grenze Ecuador/Peru fuhr. Diesmal ging die Grenzabfertigung überraschend schnell. Nachdem ich mir den Ausreisestempel aus Ecuador geholt hatte nahm mir der Zöllner mein Papier für mein Auto ab mit dem Kommentar – ist schon erledigt. Auf einer neuen fast nicht befahrenen Autobahn kam ich dann zum Grenzbüro der Peruaner, die alle noch in Containern ihr Büro haben, weil die Zollgebäude noch nicht fertig sind. Die Abfertigung nach Peru war in einer halben Stunde erledigt.
Inzwischen war es dunkel geworden und so fragte ich gleich, ob ich hier beim den Containern übernachten kann. Selbstverständlich war die Antwort und sie informierten mich auch, dass sie eine Kantine haben, wo ich was zu essen bekomme. So saß ich am Abend zwischen den Peruanischen Zöllnern und Grenzbeamten. Nachdem ich ihnen erzählt habe dass auch ich 30 Jahre Zöllner war wurden sie erst richtig gesprächig und ich wurde über alles möglich aufgeklärt, informiert und natürlich auch ausgefragt. Erst um Mitternacht verkroch ich mich in meinen KIA. Am 12. April reiste ich dann in Peru ein.
Grüsse euch aus Lima / Peru
El Viajero Markus
